Aus Umweltbeobachtungsprogramm Stufe II
(Ressort: BMV)
Aufgabe des Programms ist die Beobachtung der Langzeitfeintrends der bodennahen spektralen UV-Sonnenstrahlung und die Erforschung und Ableitung von Korrelationen zwischen UV-Strahlung (vor allem UV-B-Strahlung, auch abgeleitete Wirkungsgrößen) und anderen meteorologischen Variablen (vor allem Wolken) zwecks Entwicklung einfacherer Verfahren der Bestimmung und Prognose bodennaher UV-Strahlung.
1997 sollen schnell-messende UV-Globalstrahlungsspektralradiometer vom Typ UV320-200 beschafft und eingesetzt werden und 1998 an den 3 Meßnetzstationen eingesetzt werden. Ende 1998 wird ein 4-Kanal-Kontroll-Radiometer einsatzfähig sein, das am Meteorologischen Observatorium Potsdam zwischenzeitlich entwickelt wird.
Es wird die Entwicklung eines Modells angestrebt, mit dem aus Meßdaten für nur wenige ausgewählte Wellenlängen auf die Werte für alle dazwischen liegende Wellenlängen, d.h. für das gesamte Spektrum geschlossen werden kann. Es wird ein Verbund des DWD-Meßnetzes mit dem UV-Strahlungs-Meßnetz von BfS/UBA wird angestrebt. Die Beteiligten verhandeln über den Abschluß einer entsprechenden Verwaltungsvereinbarung. Das DWD-Monitoring der solaren UV-Strahlung ist auf Langzeittrendmessungen ausgerichtet und - im Unterschied zu den UV-Strahlungs-Beobachtungen von BfS und UBA - nicht auf Kurzfristwarnungsmonitoring.
Das Monitoring der solaren UV-Strahlung des DWD ist kooperativ einbezogen in das EU-Projekt SUVDAMA (Scientific UV Data Management); die Projektleitung dafür liegt biem IfU der Fraunhofer Gesellschaft in Garmisch-Partenkirchen.


