17.11.2009

Klimawandel und Wattenmeer - Die Folgen des Klimawandels für das Wattenmeer und Entwicklung von Lösungsszenarien im Rahmen von IKZM

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Die Michael Otto Stiftung veranstaltet seit 2004 einmal jährlich die "Hamburger Gespräche für Naturschutz". Mit Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Naturschutz werden wichtige Umweltthemen diskutiert, um ein Bewusstsein für die Belange des Naturschutzes zu schaffen und integrierte, nationale und internationale Lösungsansätze zu entwickeln. 2005 stand der Umgang mit dem steigenden Meeresspiegel und die sich daraus ergebenden Konflikten zwischen Naturschutz und Küstenschutz im Wattenmeerraum im Mittelpunkt. Die Gespräche haben ergeben, dass solche Konflikte vermeidbar sind, wenn frühzeitig geeignete Strategien entwickelt und Maßnahmen geplant werden. Um den dafür notwendigen Dialog zu initiieren und zu steuern hat die Michael-Otto-Stiftung das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und Bundesamt für Naturschutz (BfN) kofinanzierte Projekt "Klimawandel und Wattenmeer" ins Leben gerufen.

Ziele:
Das Projekt verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele:
1. Die Entwicklung alternativer Strategien zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels in der gesamten Wattenmeerregion im Dialog mit relevanten Interessensvertretern.
2. Die Entwicklung einer praxisnahen Herangehensweise bezüglich der Organisation produktiver Dialogprozesse im Rahmen des IKZM.
In den Jahren 2006 und 2007 fanden eine Vielzahl von Gesprächen und Workshops mit Experten aus Wissenschaft, Natur- und Küstenschutz sowie aus der Verwaltung statt. Auf Basis der in diesem Prozess erlangten Ergebnisse verfasste die Michael-Otto-Stiftung ein Positionspapier, das eine Analyse der derzeitigen Situation sowie einen Vorschlag hinsichtlich weiterer Schritte zur Formulierung einer nationalen Strategie zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels für die gesamte Wattenmeerregion umfasst und versucht, die Trennung zwischen Land vor und hinter dem Deich aufzuheben.

Auf der Grundlage einer Kurzstudie über die wichtigsten Publikationen, Projekte sowie über die beteiligten Institute und Experten werden relevante Partner eines zu bildenden Expertenkreises ausgewählt. In ihm werden eine begrenzte Anzahl alternativer plausibler Szenarien für den Umgang mit der Erhöhung des Meeresspiegelanstiegs im Wattenmeer entworfen, die sowohl Aspekte des Küstenschutzes, als auch des Naturschutzes vereinen. Erfolgs- und Wirkungsprognosen von Planungsvarianten auch im Rahmen von computergestützen Simulationen und Szenarienentwicklungen bilden die Grundlage, um z.B. Ursache-Wirkungsanalysen von Umwelt- und Prozesseingriffen zu analysieren und die Auswahl der besten Eingriffsvarianten treffen zu können. Die Szenarien bieten für Stakeholder und politische/staatliche Akteure die Basis für rationale Diskussionen und die Erarbeitung von Konzepten für die Erhaltung des Wattenmeeres in einer nachhaltigen Regional- und Entwicklungsplanung.

KLIMASZENARIO
Annahmen über Meersspiegelanstieg nach IPCC (4. Sachstandsbericht 2007); Entwicklung von alternative Szenarien für die Erhöhung des Meeresspiegels im Wattenmeer (auch Betrachtung der Szenarien des Projekts CPSL)

Parameter: Meeresspiegelanstieg, Tidehub, Sturmfluthöhe

räumlicher Bezug: deutsches Wattenmeer, südliche Nordsee

KLIMAFOLGEN
Menschen, Wirtschaft und die biologische Vielfalt des Lebensraumes Wattenmeer sind durch den klimawandelbedingten Meeresspiegelanstieg gefährdet. Sowohl der Küstenschutz, als auch der Naturschutz müssen sich frühzeitig auf die zu erwartenden Veränderungen vorbereiten.

Sektoren und Handlungsfelder: Biodiversität und Naturschutz; Küstenschutz; (Politik, Kommunikation)

ANPASSUNGSMASSNAHMEN
Hintergrund: Entwicklung einer integrierten Planungsstrategie und Analyse der Möglichkeiten einer praxisorientierten Umsetzung von Lösungsstrategien zur Verringerung der Konflikte zwischen Naturschutzanforderungen und Küstenschutzstrategien.
Erkenntnis ist, dass naturverträgliche Küstenschutzmaßnahmen als Reaktionen auf den Meeresspiegelanstieg technisch möglich, jedoch sehr teuer sind. Für optimale Lösungen ist vielfach zu wenig Raum vorhanden und es kann zu konkurrierenden Nutzungen kommen. Ohne frühzeitige Planungskonzepte wird es zu einem Verlust bestimmter Lebensräume und Arten bzw. ganzer Teile des Wattenmeeres kommen. Präventive Maßnahmen auf der Basis von Entwicklungsszenarien bieten Alternativen, die eine intelligente Raumplanung und einen Konsens zwischen den relevanten Akteuren erfordern.

Ziele: Das Projekt will Strategien und Handlungsempfehlungen für zentrale Themen wie Klimaschutz und Schutz der Artenvielfalt liefern und zur Umsetzung der deutschen IKZM (Integriertes Küstenzonenmanagement) Strategie beitragen. Dazu werden mögliche Handlungsansätze für den Umgang mit dem Klimawandel an den deutschen Küsten geliefert, die übertragbar sein sollen und Multiplikatoreffekte generieren. Weiterhin werden Partizipations- und Kommunikationsmodelle entwickelt.

VULNERABILITÄT
wird nicht betrachtet

Konfliktpotential: Betrachtung der Konflikte zwischen Naturschutzanforderungen und Küstenschutzstrategien.


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Wandsbeker Straße 3-7

D-22179 Hamburg

Germany

 

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  • Extremereignis

  • Integriertes Küstenzonenmanagement

  • Klimawandel

  • Klimaänderung

  • Küstenschutz

  • Meeresspiegelanstieg

  • Naturschutz

  • Sturm

  • Sturmflut

  • Umweltpolitik

  • Wattenmeer


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  • Niedersachsen (03000000)

  • Nordsee

  • Nordseeküste

  • Nordwestdeutsches Tiefland

  • Schleswig-Holstein (01000000)

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Geothesaurus-Reference Longitude 1 Latitude 1 Longitude 2 Latitude 2
Schleswig-Holstein (01000000) 7.8690844° 53.35983° 11.31331° 55.057526°
Niedersachsen (03000000) 6.654667° 51.29537° 11.598079° 53.89386°
Nordsee 0.0° 0.0° 0.0° 0.0°
Nordseeküste 0.0° 0.0° 0.0° 0.0°
Nordwestdeutsches Tiefland 0.0° 0.0° 0.0° 0.0°

Infos on Spatial Relation naturräumliche Gliederung: Wattenmeer Deutschlands

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Creation 29.08.2007 00:00:00

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Project Partners Koordination: Michael Otto Stiftung für Umweltschutz

Description of Thematic Reference Finanzierung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und Bundesamt für Naturschutz (BfN)

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