14.02.2012

SAFE – Sensor-Aktor-gestütztes Frühwarnsystem zur Gefahrenabwehr bei Extremwetter

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Unwetter lassen sich nicht aufhalten, aber in vielen Fällen könnten Schäden vermieden oder zumindest eingedämmt werden, wenn die betroffenen Einwohner und Behörden rechtzeitig und gezielt vorgewarnt würden und angemessene Schutzmaßnahmen einleiten könnten. Viel zu häufig aber gehen Naturkatastrophen immer noch mit Informationskatastrophen einher. Prognosen sind regelmäßig ungenau oder werden zu spät erstellt und die Infrastrukturen, über die Unwetterwarnungen vermittelt werden können, sind zu schwach ausgebaut, die Reaktionszeiten dadurch insgesamt zu groß, um rechtzeitig wirksame Maßnahmen ergreifen zu können.
Für Wetterprognosen kommen bisher hochwertige und entsprechend kostenintensive Installationen zum Einsatz, deren engmaschiger Ausbau kaum finanzierbar wäre. Deswegen werden im SAFE-Projekt neuartige und spezialisierte Unwettersensoren entwickelt. Durch die Vernetzung solcher einfachen Sensoren mit den bereits bestehenden Wetterstationen sollen die zur Zeit existierenden großen Lücken bei der genauen Erfassung von lokalen Wetterdaten durch ein extrem dichtes Sensornetz geschlossen werden.
Die Daten dieses Sensornetzes, das quasi wie ein Schutzschirm um eine Gemeinde oder Industrieanlage aufgebaut wird, werden mit überregionalen Daten beispielsweise von Satelliten oder Radareinrichtungen verschnitten und in einem neuartigen, auf Unwettern spezialisierten Prognosemodell zur möglichst orts- und zeitgenauen Vorhersage der Gefahr genutzt.
Die Vorhersagen alleine schaffen aber noch keinen Schutz. Herzstück des SAFE-Systems wird eine informationslogistische Plattform sein, die die Sensordaten nicht nur verarbeitet, sondern auf Grundlage der Prognosen auch angemessene Gefahrenabwehrprozesse einleitet. Während klassische Frühwarnsysteme sich in der Regel auf die Aufbereitung einer Warnung beschränken, bietet SAFE die Möglichkeit, gezielt Warninformationen prozessorientiert für Aktoren – dies können Personen oder Systeme sein – individuell zu erstellen und zu verteilen. Damit lässt sich die Gefahrenabwehr weitaus zielgerichteter gestalten. So wird in SAFE neben der gezielten, kontextbezogenen Information von Betroffenen und Einsatzkräften auch die Einbindung von Gebäude- und Anlagentechnik (z. B. das automatische Schließen von Fenstern und Ventilen) realisiert. SAFE wird damit zu einem Prototyp einer neuen Generation von Frühwarnsystemen, die neben der Nutzung modernster Sensortechnik auch die Möglichkeiten künftiger Aktortechnik voll nutzen und die Betroffenen mit individuell abgestimmten Warnungen besser unterstützen.

Ziele:
Ziel des Projekts SAFE ist es, ein dichteres Netz von Wettersensoren aufzubauen, die Prognosemethoden radikal zu verbessern und automatisierte Verfahren für die Einleitung von Gefahrenabwehrprozessen zu entwickeln.

KLIMASZENARIO
Es wird ein neuartiges, auf Unwettern spezialisiertes Prognosemodell zur möglichst orts- und zeitgenauen Vorhersage von Unwettergefahren entwickelt.

KLIMAFOLGEN
In dem Projekt werden neue Techniken für den Schutz vor möglichen Klimafolgen entwickelt. Dabei wird auf Frühwarnsysteme bzgl. Unwettergefahren fokussiert.

Sektoren und Handlungsfelder: in den Pilotprojekten jeweils eine Gemeinde und eine Industrieanlage

ANPASSUNGSMASSNAHMEN
Auf der Sensor-Seite werden die bisherigen Möglichkeiten der lokalen Prognose von Extremwetter und dessen lokale Auswirkungen zum einen durch die Integration vorhandener, heterogener Messnetze (z.B. private und öffentliche Wetterstationsnetze, Daten von Umweltämtern, Pegelnetze) und zum anderen durch den Einsatz neuer Messmethoden verbessert. Auf der Aktor-Seite werden neben der genauen und zielgerichteten Warnung von Betroffenen auch automatische Systeme (z.B. im Bereich der Anlagen- und Gebäudetechnik) in die Gefahrenabwehr einbezogen.

VULNERABILITÄT
wird nicht betrachtet


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Point of Contact

Steinplatz 2

10623 Berlin

Germany

 

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Thesaurus

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Search Terms

  • Frühwarnsystem

  • Gefahrenabwehrprozesse

  • Pilotprojekt

  • Sensornetz


ISO - Topic Category

  • Atmosphere

  • Environment

  • Geoscientific Information


Area/Time


Spatial Reference System

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Administrative Unit (Gemeindenummer)

  • Alp und nordbayerisches Hügelland

  • Alpenvorland

  • Bayern (09000000)

  • Marktgemeinde Mering

  • Stadt Burghausen

Geothesaurus-Reference

Geothesaurus-Reference Longitude 1 Latitude 1 Longitude 2 Latitude 2
Marktgemeinde Mering 1.0° 1.0° 1.0° 1.0°
Stadt Burghausen 1.0° 1.0° 1.0° 1.0°
Alp und nordbayerisches Hügelland 1.0° 1.0° 1.0° 1.0°
Alpenvorland 1.0° 1.0° 1.0° 1.0°
Bayern (09000000) 8.975925° 47.27011° 13.839937° 50.564785°

Infos on Spatial Relation Kleinräumige naturräumliche Gliederung: Marktgemeinde Mering, Produktionsstandort der Wacker Chemie AG in Burghausen

Temporal Reference

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Temporal Reference of Content from: 01.04.2006 to: 31.03.2009

Status completed

Creation 30.07.2009 00:00:00

Thematic Reference


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Project Manager Projektleitung: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST)

Project Partners Kooperation: Institut für Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg (ifak); Meteomedia GmbH; Thies Clima GmbH; Kisters AG; Regnauer GmbH; Versicherungskammer Bayern; Wacker Chemie AG; Marktgemeinde Mering;

Description of Thematic Reference Finanzierung: Das Projekt wurde durch die BMBF-Fördermaßnahme "klimazwei - Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen" gefördert

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