Seit 1991 werden im Rahmen des Boden-Dauerbeobachtungsprogramms 90 Standorte auf Bodenveränderungen untersucht. Die Standorte repräsentieren typische Böden des Landes und werden vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen anhand von (mikro-)biologischen, physikalischen und chemischen Parametern analysiert.
Da viele schädliche Bodenveränderungen sehr langsam ablaufen, werden Bodenuntersuchungen auf den Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) im 3- bis 10-jährigen Rhythmus vorgenommen. Auf landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen wird darüber hinaus die Bewirtschaftung fortlaufend dokumentiert.
Zur kontinuierlichen Erfassung von Stofftransporten dienen Intensivmessflächen, auf denen die Sickerwasserqualität (19 Messstellen), aber auch spezielle Bodenprozesse wie Stoffeinträge in Waldstandorte (9 Messstellen), Torfschwund (5 Messstellen), Überschwemmung (1 Messstelle) sowie Wind- und Wassererosion (je 2 Messstellen) überwacht werden (Abb. 6). Mit dem Ziel eines integrierten Umweltmonitorings wurden die BDF räumlich mit Grundwassergüte- und Depositionsmessstellen des GÜN gekoppelt.


