Das Meteorologische Informationssystem (MIS) am Forschungszentrum Karlsruhe GmbH (FZK) sammelt langfristig seit dem 01.12.1972 die meteorologischen Daten, um die Strahlungsdosis der Bevölkerung in der Umgebung des FZK durch die abgeleiteten radioaktiven Stoffe zu berechnen. Darüber hinaus ist der Mast so umfangreich instrumentiert, dass auch Forschungsaufgaben mit den gemessenen Daten durchgeführt werden können, z.B. Turbulenzuntersuchungen in der Grenzschicht, Auswertung von Ausbreitungsuntersuchungen, klimatologische Studien. Das MIS besteht aus meteorologischer Instrumentierung, Prozessrechnern und einem Programmsystem zur Datenaufbereitung und -speicherung. Die meteorologische Instrumentierung umfasst Geräte zur Messung der Windgeschwindigkeit, der Windrichtung, des Windvektors, der Temperatur, des Taupunkts, der Sonnen- und Wärmestrahlung, des Niederschlags und des Luftdrucks. Die Analog- und Digitalsignale von den Messwertgebern werden im Prozessrechner erfasst, in meteorologische Größen umgerechnet, auf Plausibilität geprüft und 10-min-Mittelwerte gebildet. Die 10-min-Mittelwerte der vergangenen drei Monate werden für einen direkten Zugriff zum Zweck der Auswertung und Darstellung auf einem Zentralrechner zur Verfügung gehalten. Von dort werden sie auch auf eine ORACLE- Datenbank (IMK-Datenbank) übertragen.


