11.11.2009

AMICA - Adaptation and Mitigation - an Integrated Climate Policy Approach

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Description

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Das Projekt beschreitet einen neuen Ansatz in der Umweltpolitik, in dem langfristiger Klimaschutz mit kurz- und mittelfristigen Anpassungsmaßnahmen kombiniert werden, um auf lokaler Ebene Entscheidungen hinsichtlich Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Allokationen der finanziellen Mittel zu verbessern.

Hintergrund des Projekts ist die Erkenntnis, dass der "Bremsweg" im Klimaschutz sehr lang ist, so dass der Klimawandel bis zu einem gewissen Grad nicht mehr aufzuhalten ist. Zusätzlich sind die Auswirkungen des Klimawandels inzwischen auch in Europa und Deutschland spürbar. Die negativen Erfahrungen mit den vergangenen Extremereignissen sind ein deutliches Signal, dass die möglichen Klimaänderungen auch in Europa deutliche Auswirkungen haben werden und unterstreichen die Notwendigkeit Maßnahmen sowohl für den Klimaschutz als auch zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln.


Ziele:
Ziel des europäischen Projektes ist es, lokale und regionale Strategien zu entwickeln, die den Klimawandel umfassend angehen. Solche Strategien der Klimapolitik sollen eine optimale Kombination zwischen kurz- und langfristig vorbeugenden Maßnahmen umfassen, um damit die Risiken zukünftiger Planungen einzuschränken. Dazu ist die Entwicklung eines integrierten Klimapolitikansatzes notwendig, der auch die Maßnahmen zum Umweltschutz mit denen zum Klimaschutz kombiniert.

KLIMASZENARIO
Szenarien aus dem 3. Sachstandsbericht des IPCC (2001)

Parameter: Temperatur, Niederschlag, Extremereignisse

räumlicher Bezug: Europa

Zeithorizont: 2100

KLIMAFOLGEN
Betrachtete Klimafolgen sind Hochwasser an Flüssen und Küsten, Dürren in ländlichen Gebieten sowie Überhitzung und Hitzewellen in Städten.

Sektoren und Handlungsfelder: Bauwesen; Menschliche Gesundheit; Raum- und Regionalplanung; (Politik, Kommunikation)

ANPASSUNGSMASSNAHMEN
Aufgrund der langen Reaktionszeiten des Klimasystems kann der Klimawandel nicht mehr vollständig aufgehalten werden. Deshalb werden Anpassungsmaßnahmen analysiert, die sowohl sozioökonomische, ökologische als auch ingenieur-technische Optionen nutzen bzw. beinhalten. Diese Maßnahmen können dabei vorbeugend, wie z.B. Frühwarnsysteme vor Hitzewellen oder vor Hochwasser, oder reagierend sein, wie z.B. die Verbesserung der Katastrophenhilfe bei Hochwasserereignissen oder der Versorgung von älteren Menschen während einer Hitzewelle.

Ziele: Ziel ist die Kombinierung von langfristigen Klimaschutz- mit kurz- und mittelfristigen Anpassungsmaßnahmen. Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmeinseln in Städten sind z.B. die Begrünung durch Bäume, grüne Dächer oder begrünte Straßenbahngleise. Techniken zur Gebäudeklimatisierung während Hitzewellen sind z.B. der Einsatz von Fernwärme oder Solarenergie als Antriebsenergie für Kältemaschinen und die Nutzung von Grundwasser zur Kühlung. In der Landwirtschaft kann z.B. pfluglose Bodenbearbeitung und Kohlenstofffixierung in landwirtschaftlichen Böden zu stabileren Boden-Wasser-Verhältnissen führen. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegenüber Dürren und Fluten. Eine verstärkte Aufforstung und naturnaher Waldumbau in den Quellgebieten von Flüssen tragen zur Stabilisierung des lokalen und regionalen Wasserhaushaltes bei und können mit Klimaschutzmaßnahmen, wie z.B. der verstärkten Biomassenutzung und dem Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe, verbunden werden. Häufigere und stärkere Extremereignisse wie z.B. Hochwasser, Sturzfluten, Lawinen und Muren verlangen zur Vorbeugung die Ausweisung von Risikozonen. Im Hochwassergebiet trägt der Austausch einer Ölheizung durch eine mit Biomasse betriebene Heizung sowohl zur Verminderung der Treibhausgase, als auch zur Reduzierung von Schäden durch auslaufendes Öl bei.

Kosten: Verbesserte Allokation der finanziellen Mittel zwischen Vermeidungs- und Anpassungsmaßnahmen.

relevante Akteure: Politiker, Entscheidungsträger in Fachverwaltungen

rechtliche Aspekte: alle die Umweltpolitik betreffenden rechtlichen Aspekte

VULNERABILITÄT
Jede Region ist in unterschiedlicher Weise vom Klimawandel betroffen. Dabei gibt es, abhängig von der geografischen Lage und der Geländebeschaffenheit, Unterschiede bei den gegenwärtigen und den zukünftigen Einflüssen von extremen Wetterereignissen auf Gesellschaft und Umwelt. In den Partnerregionen des Projekts werden Gespräche mit Interessensvertreterinnen und -vertretern geführt, um ein erstes Bild der Betroffenheitssituationen in den europäischen Gebieten für heute und für die Zukunft zu erhalten. Dadurch werden Informationen zusammengetragen, die die momentane und zukünftige Verwundbarkeit mit und ohne Anpassungsmaßnahmen sichtbar machen. Die Resultate zeigen, dass bergige Regionen, speziell die Alpen sowie Küsten- und Mittelmeergebiete, besonders sensibel und vulnerabel sind.

Sensitivität: Bestandteil des Vulnerabilitätskonzepts

Anpassungskapazität: Bestandteil des Vulnerabilitätskonzepts


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References


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Thesaurus

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Search Terms

  • Anpassungsmaßnahmen

  • Gebäudebereich

  • Gesundheit

  • Klimapolitik

  • Klimaschutz

  • Kommunikation

  • Politikberatung

  • Raumplanung

  • Stadtplanung

  • Umweltpolitik

  • Vermeidungsmaßnahmen


ISO - Topic Category Environment

Area/Time


Spatial Reference System

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Administrative Unit (Gemeindenummer)

  • Baden-Württemberg (08000000)

  • Bayern (09000000)

  • Berlin (11000000)

  • Brandenburg (12000000)

  • Bremen (04000000)

  • Deutschland

  • Europa

  • Hamburg (02000000)

  • Hessen (06000000)

  • Mecklenburg-Vorpommern (13000000)

  • Niedersachsen (03000000)

  • Nordrhein-Westfalen (05000000)

  • Rheinland-Pfalz (07000000)

  • Saarland (10000000)

  • Sachsen (14000000)

  • Sachsen-Anhalt (15000000)

  • Schleswig-Holstein (01000000)

  • Thüringen (16000000)

Geothesaurus-Reference

Geothesaurus-Reference Longitude 1 Latitude 1 Longitude 2 Latitude 2
Niedersachsen (03000000) 6.654667° 51.29537° 11.598079° 53.89386°
Berlin (11000000) 13.088929° 52.338818° 13.760469° 52.676224°
Thüringen (16000000) 9.878579° 50.2047° 12.654116° 51.64911°
Schleswig-Holstein (01000000) 7.8690844° 53.35983° 11.31331° 55.057526°
Sachsen-Anhalt (15000000) 10.5607605° 50.937107° 13.187072° 53.0418°
Saarland (10000000) 6.356984° 49.111916° 7.4031897° 49.638832°
Nordrhein-Westfalen (05000000) 5.8665085° 50.323895° 9.461479° 52.531437°
Bayern (09000000) 8.975925° 47.27011° 13.839937° 50.564785°
Baden-Württemberg (08000000) 7.5115895° 47.532337° 10.495749° 49.79148°
Rheinland-Pfalz (07000000) 6.113132° 48.96696° 8.508456° 50.94243°
Sachsen (14000000) 11.871572° 50.17154° 15.041823° 51.684975°
Mecklenburg-Vorpommern (13000000) 10.593673° 53.11003° 14.412152° 54.68484°
Brandenburg (12000000) 11.265732° 51.35923° 14.765702° 53.558704°
Bremen (04000000) 8.481903° 53.011234° 8.990545° 53.61015°
Hamburg (02000000) 8.420551° 53.394985° 10.326304° 53.964153°
Hessen (06000000) 7.7720466° 49.394844° 10.235651° 51.65755°
Europa 0.0° 0.0° 0.0° 0.0°
Deutschland

Infos on Spatial Relation kleinräumige Gliederung: städtische Bereiche (Dresden in Sachsen und Stuttgart in Baden-Württemberg als Fallstudien für Deutschland)

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Temporal Reference of Content from: 01.07.2005 to: 31.12.2007

Status completed

Creation 15.11.2007 00:00:00

Thematic Reference


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Project Partners Koordination: Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V. (Climate Alliance of the european cities with the indigeneous peoples of the rainforests) deutsche Partnerstädte: Dresden und Stuttgart

Description of Thematic Reference Finanzierung: Europäische Union, Interreg IIIC West, Umweltministerium Baden-Württemberg

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Access restrictions keine

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Metadata Language German

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